Unter Demobilisation versteht man den von einem Peer oder einer psychosozialen Fachkraft durchgeführten Einsatzabschluss. Diese Maßnahme wird angewandt, wenn sehr viele Einsatzkräfte von einem Einsatz abrücken. Ziel ist eine prägnante Informationsvermittlung über mögliche Stressreaktionen und Bewältigungsstrategien. Die Maßnahme dient somit primär der Stressprävention. Ort dieser Intervention ist der Ort, an dem sich die Einsatzkräfte vor dem Heimgehen sammeln. Die Demobilisation läuft in zwei Phasen ab:
- Im ersten Teil, welcher ca. 10 bis 15 Minuten dauert, werden den Einsatzkräften wie oben beschrieben Informationen zum Einsatz, zu den Stressreaktionen, sowie den möglichen Bewältigungsstrategien übermittelt. Für Teams empfiehlt es sich, gemeinsam teilzunehmen, nach Möglichkeit sogar am selben Tisch. Auch werden an dieser Stelle allen Betroffenen Einzelgespräche angeboten.
- Anschließend an diese erste Phase werden die Einsatzkräfte in einen weiteren Raum oder einen anderen Bereich geführt, um sie dort ausruhen, essen und trinken zu lassen. Nach dieser ca. 20-minütigen Erholungsphase werden sie vom Einsatzleiter nach Hause entlassen.
Bei der Demobilisation wird stets versucht, die Nachsorge auf einer "kognitiven Ebene" zu belassen.