Multiprofessionelle Teams

Es fallen in der Krisenintervention vor Ort die unterschiedlichsten Aufgaben an. Aus diesem Grund bewähren sich multidisziplinäre Teams, zusammengesetzt aus PsychologInnen, PädagogInnen, TheologInnen, SozialarbeiterInnen, MedizinerInnen, SanitäterInnen und PsychotherapeutInnen am besten. Zudem sollte die Arbeit in festen Teams erfolgen, die sich kennen, die Einsätze gemeinsam nachbesprechen und sich gegenseitig gut ergänzen. Grundsätzlich gehen wir nie alleine sondern immer in Zweier-Teams vor Ort. In der Krisenintervention können sich immer wieder unvorhersehbare Situationen ergeben, die von einer einzelnen Person nicht oder nur schwer zu bewältigen sind.

Wir haben in unserer Arbeit die Erfahrung gemacht, dass sich gemischte Teams aus SanitäterInnen und psychosozialen Fachkräften am Besten bewähren. SanitäterInnen bringen z.B. viele Erfahrungen im Umgang mit Angehörigen mit, die ihnen einen leichteren Einstieg in die Kriseninterventions-Arbeit ermöglichen. Schon in der Ausbildung sind SanitäterInnen eine Bereicherung, da sie ihre Einsatzerfahrungen dort einbringen und dadurch den psychosozialen Fachkräften ein praxisnahes Lernen ermöglichen. Im Gegenzug dazu vermitteln psychosoziale Fachkräfte den Einsatzkräften theoretisches Hintergrundwissen.

Angehörige von Verletzten, Erkrankten oder Verstorbenen brauchen oft eine weitergehende Unterstützung, die von Kriseninterventionsteams geleistet wird. Die Maßnahmen der Krisenintervention sind vielfältig und komplex. Neben der Stressverarbeitung stehen in diesen Fällen auch die beginnende Trauerarbeit und das Abschiednehmen sowie die Informationsweitergabe im Zentrum.

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