Kurzer Bericht von Mag. Christian Schönherr über den Einsatz in Phuket.
Bereits kurz nach dem Bekannt werden der Tsunami-Katastrophe am Sonntag, den 26. Dezember 2004 erhielt ich einen Anruf vom Generalsekretariat des ÖRK mit der Frage, ob ich bereit wäre eine psychosoziale Versorgung im Krisengebiet durchzuführen. Somit stand ich ab diesem Zeitpunkt auf Bereitschaft für einen Kriseninterventionseinsatz für (vorerst) Sri Lanka.
Wie auch noch nach Wochen, erhöhte sich die Opferzahl stündlich - auch das Ausmaß der Katastrophe wurde langsam bewusst. Am Dienstagabend folgte dann um ca. 17:00 Uhr der Anruf aus Wien, dass ich mit einem Team von acht Rot Kreuz MitarbeiterInnen noch am selben Abend (23:10 Uhr) nach Phuket/Thailand fliegen werde. Unser Auftrag war unter anderem das Finden und die psychosoziale Betreuung von ÖsterreicherInnen sowie Unterstützung bei der koordinierten Rückführung nach Österreich.
Drei Hauptbereiche wurden von uns Kriseninterventionsmitarbeitern in diesen sieben Tagen getätigt:
Bei dieser Katastrophe wurde sehr schnell die Notwendigkeit einer psychosozialen Betreuung erkannt und so wurden erstmals vom Österreichischen Roten Kreuz Kriseninterventionsmitarbeiter für die Betreuung von Österreichern bereits im Ausland entsandt.
Als schwierig stellten sich vor allem die Sprache und die Schrift heraus. So wurden beispielsweise Österreicher sehr häufig als Australier oder als Deutsche aufgenommen.
Sehr beeindruckend bei diesem Auslandseinsatz war vor allem die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der thailändischen Bevölkerung sowie die hervorragende Organisation nach diesem Unglück!