
Alarmierungsnummer: +43 316 877 77 oder (+43 316) 130
Name der Alarmierungszentrale: Landeswarnzentrale Steiermark des Amtes der Steiermärkischen Landesregierung
Einsatzgebiet: Steiermark
Anzahl der Teammitglieder: 250
Aufgaben: Koordination der Krisenintervention im Land Steiermark. Psycho-Soziale Akutbetreuung: Speziell ausgebildete Kriseninterventions-Teams, bestehend aus Fachkräften der Bereiche Medizin, Psychotherapie, Psychologie, Sozialarbeit, Theologie, Pädagogik, dem Rettungsdienst, der Polizei, Feuerwehr, Berg- und Wasserrettung betreuen Betroffene, Angehörige, Freunde, Arbeitskollegen und Augenzeugen nach einem plötzlichen und außergewöhnlich belastenden Ereignis vor Ort. Unterstützung bei der Stressbewältigung für Helfer.
Einsatzkriterien: Notfall- und Krisenereignisse mit traumatischer Qualität, Großschadensereignisse und Katastrophen, Hilfe für die Helfer
Leitbild: Psychosoziale Erste Hilfe nach außergewöhnlich belastenden Ereignissen durch flächendeckend erreichbare, regionale Kriseninterventions-Teams. Vermittlung von weiterführender Hilfe und Betreuung bei Bedarf; Interdisziplinäre Zusammenarbeit; wissenschaftliche Begleitung und Kooperation
Trägerorganisation: Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Ansprechpartner:
Adresse: Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Fachabteilung 7B Katastrophenschutz und Landesverteidigung
Koordinationsstelle Krisenintervention
Paulustorgasse 4
A-8010 Graz
Beschreibung: Das Land Steiermark hat als erstes Bundesland die "Psychosoziale Betreuung" im Steiermärkischen Katastrophenschutzgesetz vom 16. März 1999 verankert. Seit 1. Jänner 2003 ist an der Fachabteilung 7B Katastrophenschutz und Landesverteidigung, die Koordinationsstelle Krisenintervention eingerichtet. Im Rahmen einer österreichischen Arbeitsgruppe haben wir an der Erstellung eines gemeinsamen Leitfadens für die Ausbildung "Psychosozialer Akutbetreuung" mitgearbeitet. Der Leitfaden wurde von der Expertenkonferenz der beamteten Katastrophenschutzreferenten Österreichs im Mai 2003 in Hall i. T. beschlossen, ist für die Arbeit auf Länderebene verpflichtend und wurde mit den Einsatzorganisationen, insbesondere dem ?Öterreichischen Roten Kreuz akkordiert. In der Steiermark wurde das Kriseninterventions-Team erstmals in Lassing eingesetzt. Es stand in Galtür/Ischgl, Wilhelmsburg, Kaprun sowie bei sämtlichen koordinierten Übungen auf Bezirks- und Landesebene im Einsatz. Derzeit wird die fachliche Ausbildung von 250 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus den 16 Bezirken des Landes Steiermark durchgeführt. Die Kosten für die Ausbildung, die Einsätze und die Evaluierungen trägt auf gesetzlicher Grundlage das Land Steiermark.